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Wednesday 10th of March 2010

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Produkte für den ökologischen Gartengebrauch

Produktinformation: Pflanzenstärkungsmittel „Lebermooser“ - LS 005102-00

Moosextrakt hilft gegen Pilzerkrankungen und Bakteriosen unterschiedlichster Art. Das Moosextrakt verhindert, dass Pilzsporen oder Bakterien sich weiter vermehren.

Zu beachten ist

  • Der Extrakt solte vorbeugend gespritzt werden. Das ergibt sich aus der Wirkungsweise: auf die Pflanzen fallende Pilzsporen und Bakteriosen werden am Keimen gehindert. Die Stärkung bei bereits befallenen Pflanzen ist halb so viel, eine längerwährende Behandlung ist daher angebracht.

  • Der Moosextrakt kann mit einem formulierten Pflanzenöl, z.B. Niemöl plus Emulgator angewendet werden. Dies setzt die Oberflächenspannung des Wassers herab und bewirkt, dass sich das Spritzmittel besser auf der Oberfläche der Pflanzen verteilt.

  • Nicht bei Regenwetter spritzen. Das Spritzmittel wird sonst wieder abgewaschen. Das gilt nicht nur für den Moosextrakt sondern für alle Spritzmittel. Bei Regenperioden ist daher entsprechend häufiger zu spritzen.

  • Das Spritzen von Zierspflanzen als auch oberirdischen Teilen von Wurzel- oder Knollengemüse ist völlig unbedenklich. Obstpflanzen, deren Früchte roh verzehrt werden sind vor dem Verzehr zu waschen.

Sicherheitshinweise

  • Der Moosextrakt besteht aus 70% aus vergälltem Ethanol. Er muss daher vor offenen Feuer und Zündquellen geschützt werden.

  • Der Moosextrakt ist nicht für den Verzehr geeignet.

  • Der Extrakt muss vor Kindern unzugänglich aufbewahrt werden.

Maßnahmen bei verschütten bzw. unerwünschtem Kontakt mit dem alkoholischen Extrakt

  • bei Verschütten grösserer Mengen: durchtränkte Kleidung sofort ausziehen; nicht in die Kanalisation, ins Oberflächenwasser oder ins Grundwasser gelangen lassen; mit flüssigkeitsbindendem Material (trockene Erde, Sand, Chemikalienbinder) aufnehmen und in geeigneten Behältern der Rückgewinnung oder geeigneten Entsorgung zuführen; gefährdete Umgebung sichern.

  • Nach Einatmen: Frischluft, bei Unwohlsein Arzt hinzuziehen

  • Nach Hautkontakt: mit reichlich Wasser abwaschen, entfettende Wirkung durch Pflege mit einer Hautschutzcreme ausgleichen

  • Nach Augenkontakt: mit reichlich Wasser ausspülen, ggf. Augenarzt kontaktieren

  • Nach Verschlucken: viel Wasser trinken, Erbrechen auslösen, keine Milch, keine verdaubaren Fette, ggf. den Arzt hinzuziehen

Haltbarkeit und Lagerung

Der Moosextrakt ist unverdünnt mindestens 2 Jahre haltbar, ohne dabei seine Wirkung zu verlieren. Im Originalgebinde aufbewahren. Nicht direkter Sonneneinstrahlung aussetzen oder an feuergefährdeten Plätzen lagern. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.

Registrierung

Der Lebermooserextrakt ist bei der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft als Pflanzenstärkungsmittel unter der Nr. LS 005102-00-00 registriert.

Andere Anwendungen

Moosextrakt hilft gegen Pilzerkrankungen und Bakteriosen unterschiedlichster Art. Das Moosextrakt verhindert, dass Pilzsporen oder Bakterien sich weiter vermehren.

Als Kosmetikrohstoff, nur zur äusserlichen Anwendung (vergällter Alkohol), z.B.:

  • Fussbäder mit 20ml Lebermooser je 5 Liter Wasser

  • Pur an betroffene Haut und Nägel tupfen

im Haushalt, kann Reinigungsmitteln, Farben oder Bindemitteln zugesetzt werden, z.B:

  • Schimmelpilzbefall an Wänden, Hölzern und anderen Gebrauchsgegenständen: 10ml Lebermooser plus Reinigungsmittel pro 10 Liter Waschwasser

  • Imprägnieren von Dämmstoffen und Textilien zum Schutz von Mikropilzen: 10ml Lebermooser pro qm behandelte Fläche.

Tierpflege, nur zur äusserlichen Anwendung (vergällter Alkohol), z.B.:

  • 10 bis 20ml Lebermooser mit 100ml Wasser verdünnen und an Fell, Haut oder Horn aufsprühen bzw. auftupfen. 2 bis 3 mal wöchentlich anwenden.

Hintergrundinformationen

In der Natur ist zu beobachten, dass Moose nicht von Pilzen oder Bakterien befallen werden, obgleich sie z.B. auf Waldboden oder morschem Holz in direktem Kontakt mit diesen Schadorganismen zusammenleben und sich nicht mit Wachsüberzügen oder Borke gegen Befall schützen können. Ebenso werden Moose nicht von Schnecken oder Käfern gefressen, obgleich diese zarten Pflanzen für solche Tiere ein gefundenes Fressen sein müssten. Grund ist, dass alle Moose im Laufe ihrer Evolution Inhaltsstoffe entwickelt haben, die sie vor Bakterienbefall oder Tierfraß schützen. Wäre das nicht der Fall gewesen, wären sie vermutlich ausgestorben.

Diese Wirkung war bereits Naturvölkern bekannt. Die Indianer Nordamerikas benutzten Moose zur Wundversorgung, wobei die Wirkstoffe in den Moosen Wundinfektionen verhinderten. Die Maoris in Neuseeland behandelten Geschlechtskrankheiten mit Moosen, indem sie nasse Moospolster auf die befallenen Körperteile auflegten. Moose wurden auch in der chinesischen Volksmedizin benutzt. Bei uns ist diese Kenntnis jedoch abhanden gekommen. Wissenschaftler entdeckten diese Wirkungen vor 40 Jahren neu. In Labortests wurden bei 150 getesteten Moosarten biologische Aktivitäten festgestellt.

Vorteile des Moosextraktes

Beim Moosextrakt handelt es sich um ein Naturprodukt, welches schnell biologisch abbaubar ist. Ganz im Gegenteil zu Pilzbekämpfungsmitteln wie Kupferbrühe bleiben im Boden keine Rückstände. Es sind auch keinerlei Nebenwirkungen bekannt.

Der Gesamtextrakt von Moosen enthält einen Cocktail der verschiedensten chemischen Verbindungen. Hier spielen also synergetische Effekte dieser Wirkstoffkombinationen eine Rolle. Im Gegensatz dazu wirken einzeln isolierte Wirkstoffe nur gegen bestimmte Schaderreger. Die Wirkung solcher Isolate ist zudem nicht so effektiv.

Herstellung und Herkunft des Extraktes

Der Extrakt wird nach Verfahrensweisen hergestellt, die an der Universität Bonn entwickelt wurden, um eine optimale Wirksamkeit sicherzustellen. Das Pflanzenmaterial dazu wird umweltverträglich aus der Natur entnommen. Es handelt sich dabei um eine Art, die nicht Naturschutzgesetzen unterliegt, somit eine nachwachsende Ressource ist. Die Entnahme schadet nicht dem Bestand der Art.

Die Wirkstoffe des Lebermooses sind in 70% Alkohol gelöst. Dadurch wird eine stärkere Ausbeute erreicht. Das Produkt ist daher feuergefährlich und muss vor Kindern geschützt aufbewahrt werden.

Gegen Pilzbefall

5ml Lebermooser je Liter Wasser ansetzen; Pflanzen ca. alle 10-14 Tage tropfnass besprühen

Zur Stärkung der Pflanzen vor Pilzbefall wird der Moosextrakt im Verhältnis 1:200 (0,5%) in Wasser gelöst. 100ml Moosextrakt reichen für 20Liter Spritzbrühe; für die Bereitung von 1 Liter Spritzbrühe benötigt man 5ml. Die verdünnte fLösung wird mit einer Sprühflasche gleichmässig auf die Pflanzen gesprüht. Die Anwendungen sollten vorbeugend während der Vegetationsphasen erfolgen, in denen der Schaderreger an den behandelten Wirtspflanzen auftreten kann. Bei der Behandlung befallener Pflanzen ist die Konzentration zu erhöhen und die Verdünnung auf 1.50 (2%) herabzusetzen.

Anwendungsbeispiele

  • echter und falscher Mehltau an Obst, Gemüse und Zierpflanzen

  • Rostkrankheiten an Rosen, Obstgehölzen und Ziepflanzen

  • Sternrußtau an Rosen

  • Schorfkrankheiten bei Apfel- und Birnenbäumen

  • Kräuselkrankheit an Pfirsichbäumen

  • Weiss- und Rotfleckenkrankheit an Erdbeeren

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